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Chlausnachmittag 2013 - Sektion Ostschweiz

Fridolin Spälti 07.12.2013

Am Samstag, 7. Dezember 2013 trafen sich um 14.45 Uhr 19 Erwachsene und eine ganz kleine Person mit insgesamt 8 Saab auf dem Parkplatz des Landgasthofes Sammelplatz in Appenzell. Dieser historische Platz diente schon vor über 600 Jahren den Appenzellern und ihren Verbündeten als Treffpunkt, bevor sie gegen die Habsburger siegreich in die Schlacht am Stoss zogen. Die Leute vom Saabclub waren aber in absolut friedlicher Absicht zusammen gekommen, denn man verschob sich dann in die nahe liegende warme Backstube der Landbäckerei. Dort wurden wir von Jacqueline und Hans-Ueli Fässler herzlich empfangen. Nachdem alle ‚Hygienepantöffeli‘ angezogen hatten, ging‘s ans Biber backen. Dieses alte Handwerk wird nun in der dritten Generation vom Ehepaar Fässler gepflegt und die Besucher dürfen dabei selber Hand anlegen. Die zum Teil alten Schablonen/Motive aus Apfel- oder Birnbaumholz sind von Hand geschnitzt und werden über viele Jahre benutzt. Der Teig zu einem feinen Biber braucht 2 Wochen Reifezeit bis er zum eigentlichen Produkt verarbeitet werden kann. Wir durften unter kundiger Anleitung jeder einen Biber herstellen. Sorgfältig wird der vorbereitete Teig in die Form der Schablone gedrückt. Dann werden zuerst die Vertiefungen des Motives mit der Füllung, bestehend aus Mandeln, Zucker, div. Aromen und einem Hauch Rosenwasser, ausgefüllt, bevor dann die eigentliche Füllung über den ganzen Biber gelegt wird. Zum Schluss kommt wieder eine Lage Teig. Nachdem der Biber gewendet, mit etwas Schwung auf den Tisch gedrückt und die Schablone entfernt wurde, kann die Grösse ausgestanzt werden. Bevor es dann ab in den Ofen geht, bringt jeder noch seine individuellen Verzierungen an. Nach 20 Minuten Backzeit kommen die herrlich duftenden Biber aus dem Ofen und werden noch mit ‚Gummi arabicum‘ bestrichen, damit sie im typischen schönen Glanz so richtig erstrahlen. Die Backzeit wurde von Jacqueline Fässler mit einer kleinen Degustation und vor allem mit Erklärungen und Vorstellung der 6 Gewürze und der weiteren Zutaten zu so einem Biber unterhaltsam überbrückt, ohne natürlich die eigentliche Zusammensetzung zu verraten! 

Nach einem Abstecher in den Laden der Bäckerei, wurden die Biber dann in den Autos zum Abkühlen deponiert und die ganze Gruppe begab sich in den Landgasthof Sammelplatz, wo dann individuell das Nachtessen eingenommen wurde. Nach Genuss von Dessert etc. machten sich alle so gegen 19.00 Uhr bereits auf den Heimweg, wobei die schmale Sichel des Mondes die schöne Winternacht begleitete.

Den Organisatoren ein ganz herzliches Dankeschön. Sie haben, einmal mehr, wieder einen unterhaltsamen, gemütlichen und auch lehrreichen Nachmittag gestaltet – bis zum nächsten Mal.